§ 1 Geltungsbereich, Anbieter und Vertragspartner
(1) Diese AGB gelten für die Nutzung der Software Enbound (nachfolgend „Software"), betrieben von Enrico Kaldasch & Pornvilai Kaldasch GbR, Ackerstraße 19, 04910 Elsterwerda (nachfolgend „Anbieter").
(2) Sie gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern. Entgegenstehende Bedingungen des Nutzers gelten nicht, es sei denn, der Anbieter stimmt ausdrücklich zu.
(3) Verbraucher ist jede natürliche Person, die das Geschäft zu überwiegend privaten Zwecken abschließt (§ 13 BGB). Unternehmer ist, wer bei Abschluss in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(4) Wer bei der Bestellung „Unternehmen" wählt und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr) angibt, versichert, als Unternehmer zu handeln. Für ihn gelten die nachfolgend als [B2B] gekennzeichneten Regelungen; insbesondere besteht kein Widerrufsrecht (§ 6).
(5) Für Verbraucher gelten die als [B2C] gekennzeichneten Regelungen.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistung
(1) Enbound ist eine lokal-first-Desktop-Software, die Audio lokal transkribiert und nach dem Gespräch KI-gestützt strukturierte Entwürfe (z. B. Ticket-Felder, Notizen, optionale Kurztexte) erzeugt. Die Verarbeitung der Inhalte erfolgt lokal auf dem Gerät des Nutzers.
(2) Die Software ist ein neutrales Werkzeug und kann für verschiedene Zwecke genutzt werden (z. B. Notizen, Gesprächsdokumentation). Der Anbieter trifft keine Vorgabe und hat keine Kenntnis über die konkreten Inhalte oder Einsatzzwecke des Nutzers.
(3) Die von der KI erzeugten Entwürfe sind Vorschläge. Sie können unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Nutzer prüft und verantwortet alle Inhalte vor Verwendung selbst. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Inhalt und kein bestimmtes Ergebnis der KI-Entwürfe.
(4) Konto- und Abo-Funktionen werden serverseitig bereitgestellt (siehe Datenschutzerklärung).
(5) Testphase (Beta). Die Software wird derzeit in einer offenen Testphase (Beta) bereitgestellt. Funktionen, Inhalte und Verfügbarkeit können sich ändern; einzelne Fehler, Unterbrechungen oder Ausfälle sind möglich. Eine unterbrechungs- oder fehlerfreie Nutzung sowie ein bestimmter Funktionsumfang werden in dieser Phase nicht zugesichert. Die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers sowie § 9 (Haftung) bleiben unberührt.
§ 3 Vertragsschluss und Konto
(1) Der Vertrag kommt durch Registrierung/Bestellung und Bestätigung durch den Anbieter zustande.
(2) Der Nutzer hält seine Zugangsdaten geheim und ist für deren Verwendung verantwortlich.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Derzeit werden angeboten: Einzelplatz 14,99 € pro Monat (Nutzung auf einem Gerät) und Alle Geräte 19,99 € pro Monat (Nutzung auf bis zu fünf Geräten), jeweils inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Ein Zugang berechtigt eine natürliche Person zur Nutzung. Der Tarif „Alle Geräte" erweitert die Zahl der Geräte dieser Person, nicht die Zahl der Nutzer; die Weitergabe der Zugangsdaten an weitere Personen ist nicht gestattet. Für die Nutzung durch mehrere Personen wird je Person ein eigener Zugang benötigt.
(3) [B2C] Gegenüber Verbrauchern werden Endpreise inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer ausgewiesen.
(4) [B2B] Gegenüber Unternehmern mit gültiger EU-USt-IdNr wird die Rechnung im Reverse-Charge-Verfahren ohne Umsatzsteuer-Ausweis gestellt; die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über.
(5) Die Zahlung erfolgt über Lemon Squeezy (Merchant of Record; siehe Datenschutzerklärung), der auch die Rechnung ausstellt.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Das Abo wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist monatlich kündbar.
(1a) Dem Abo kann eine unentgeltliche Testphase vorausgehen. Ihre Dauer wird im Bestellvorgang angegeben (derzeit sieben Tage). Während der Testphase fallen keine Entgelte an. Wird nicht vor Ablauf der Testphase gekündigt, geht das Abo automatisch in ein kostenpflichtiges Abo zum im Bestellvorgang genannten Preis über. Eine Kündigung während der Testphase ist jederzeit möglich; Kosten entstehen dann nicht.
(2) Für online geschlossene Verbraucherverträge stellt der Anbieter eine Kündigungsfunktion gemäß § 312k BGB („Kündigungsbutton") bereit.
(3) Die Kündigung kann in Textform (z. B. per E-Mail) oder über die Kündigungsfunktion erfolgen.
§ 6 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu.
(2) Bei digitalen Inhalten/Dienstleistungen, deren Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat (§ 356 Abs. 5 BGB). Die vollständige Widerrufsbelehrung nebst Muster-Widerrufsformular ist auf der Seite Widerrufsbelehrung abrufbar.
(3) Der Anbieter stellt eine elektronische Widerrufsfunktion gemäß § 356a BGB („Widerrufsbutton") bereit.
(4) [B2B] Für Unternehmer (§ 14 BGB) besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht; die vorstehenden Absätze (1)–(3) gelten nur gegenüber Verbrauchern.
§ 7 Pflichten des Nutzers — rechtmäßige Nutzung (Kernklausel)
(1) Der Nutzer nutzt die Software eigenverantwortlich und ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze.
(2) Soweit der Nutzer Gespräche aufzeichnet, transkribiert oder verarbeitet, ist er allein verantwortlich, sämtliche hierfür erforderlichen Einwilligungen einzuholen und alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, insbesondere:
- die Vertraulichkeit des nichtöffentlich gesprochenen Wortes (§ 201 StGB),
- die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das BDSG,
- ggf. telekommunikations- und arbeitsrechtliche Vorgaben.
(3) Hinsichtlich aller mit der Software lokal verarbeiteten personenbezogenen Daten ist der Nutzer (bzw. dessen Arbeitgeber) Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Der Anbieter hat auf diese Daten keinen Zugriff und keine Kenntnis.
(4) Eine heimliche oder ohne erforderliche Einwilligung erfolgende Aufzeichnung sowie jede sonstige rechtswidrige Nutzung der Software ist untersagt.
(5) Reverse Engineering, Dekompilierung oder Weitergabe der Software an Dritte außerhalb des vertraglich Erlaubten sind unzulässig.
§ 8 Freistellung
Der Nutzer stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vertragswidrigen oder rechtswidrigen Nutzung der Software durch den Nutzer entstehen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt insbesondere für Ansprüche wegen unzulässiger Aufzeichnung oder unzulässiger Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Nutzer.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertraut. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
(4) Der Anbieter haftet nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Verwendbarkeit der von der KI erzeugten Entwürfe; deren Prüfung obliegt dem Nutzer (§ 2 Abs. 3).
(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung durch den Nutzer entstehen (§ 7).
(6) Die Datensicherung der lokal gespeicherten Daten obliegt dem Nutzer. Der Anbieter speichert diese Daten nicht und kann sie nicht wiederherstellen.
(7) [B2B] Gegenüber Unternehmern gelten die vorstehenden Haftungsbegrenzungen im gesetzlich zulässigen, weitergehenden Umfang.
§ 10 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Vorschriften, bei digitalen Produkten gegenüber Verbrauchern insbesondere die §§ 327 ff. BGB.
§ 11 Verfügbarkeit und Änderungen
(1) Die Software läuft lokal und ist dadurch grundsätzlich auch offline nutzbar. Für die Konto-/ Abo-Server wird keine bestimmte ununterbrochene Verfügbarkeit geschuldet (Wartung, höhere Gewalt).
(2) Der Anbieter kann Updates bereitstellen. Sicherheitsrelevante Updates sollten zeitnah eingespielt werden.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht; bei Verbrauchern unberührt von zwingenden Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltsstaats.
(2) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
(3) Verbindliche Fassung: Deutsch. Stand: 16.07.2026. Der Anbieter kann diese AGB mit angemessener Frist und Ankündigung ändern.
(4) [B2B] Ist der Nutzer Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Gerichtsstandsvereinbarung nicht.